Ratgeber
Verständliche Ratgeber zu den häufigsten Fragen rund um Miete und Arbeit.
Mietrecht
- Eigenbedarfskündigung: Wann sie wirksam ist und was Sie tun können Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist nur unter strengen Voraussetzungen wirksam. Formfehler, eine fehlende Begründung oder ein Härtefall können die Kündigung zu Fall bringen.
- Mieterhöhung: Wann sie zulässig ist und wann Sie nicht zustimmen müssen Eine Mieterhöhung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen und Grenzen wirksam. Oft müssen Sie ihr ausdrücklich zustimmen – und können das verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen.
- Mietkaution: Höhe, Anlage und Rückzahlung nach § 551 BGB Die Mietkaution ist gesetzlich begrenzt und muss vom Vermieter sicher und verzinst angelegt werden. Eine zu hohe oder falsch geregelte Kaution müssen Sie nicht hinnehmen.
- Mietminderung: Bei welchen Mängeln Sie die Miete kürzen dürfen Hat Ihre Wohnung einen Mangel, ist die Miete kraft Gesetzes gemindert. Mit der richtigen Mängelanzeige und einer angemessenen Quote kürzen Sie die Miete, ohne eine Kündigung zu riskieren.
- Mietspiegel: Was er bedeutet und wie er Ihre Miete begrenzt Der Mietspiegel zeigt die ortsübliche Vergleichsmiete für Ihre Stadt. Er ist das wichtigste Mittel, um eine Mieterhöhung zu prüfen – und oft Ihr stärkstes Argument dagegen.
- Modernisierung: Duldungspflicht, Ankündigung und Mieterhöhung Bei einer Modernisierung müssen Sie die Arbeiten meist dulden – der Vermieter darf danach aber nur einen begrenzten Teil der Kosten auf die Miete umlegen. Form und Fristen sind entscheidend.
- Nebenkostenabrechnung: Fristen, umlagefähige Kosten und typische Fehler Viele Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft. Wer Fristen und umlagefähige Kosten kennt, kann eine Nachzahlung prüfen und unberechtigte Posten zurückweisen.
- Schönheitsreparaturen im Mietvertrag: Wann die Klausel unwirksam ist Viele Mietverträge wälzen die Schönheitsreparaturen auf den Mieter ab. Sehr oft ist diese Klausel aber unwirksam – dann bleibt die Pflicht beim Vermieter und Sie müssen beim Auszug nicht renovieren.
- Untermiete: Wann Sie untervermieten dürfen und was zu beachten ist Eine Wohnung ganz oder teilweise unterzuvermieten ist erlaubt – aber nur mit Zustimmung des Vermieters. Für die teilweise Untervermietung haben Sie bei berechtigtem Interesse sogar einen Anspruch.
Arbeitsrecht
- Abmahnung im Arbeitsrecht: Voraussetzungen und wie Sie reagieren Eine Abmahnung rügt ein konkretes Fehlverhalten und droht Konsequenzen an. Sie ist oft die Vorstufe einer verhaltensbedingten Kündigung – muss aber strenge Anforderungen erfüllen, um wirksam zu sein.
- Arbeitszeugnis: Anspruch, Noten und versteckte Formulierungen Sie haben Anspruch auf ein wohlwollendes und zugleich wahres Arbeitszeugnis. Hinter scheinbar freundlichen Formulierungen verbergen sich aber oft Noten – die Sie kennen sollten.
- Aufhebungsvertrag: Sperrzeit, Abfindung und worauf Sie achten müssen Ein Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen. Er kann Vorteile bringen, birgt aber Risiken – vor allem eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
- Befristeter Arbeitsvertrag: Wann die Befristung nach § 14 TzBfG unwirksam ist Eine Befristung ist nur unter den Voraussetzungen des § 14 TzBfG wirksam. Ist sie es nicht, gilt das Arbeitsverhältnis als unbefristet – das können Sie mit einer Entfristungsklage durchsetzen.
- Elternzeit: Anspruch, Anmeldung und Kündigungsschutz Eltern haben Anspruch auf bis zu drei Jahre Elternzeit pro Kind. Wer die Anmeldefrist wahrt, genießt zudem einen besonderen Kündigungsschutz.
- Krankheit im Job: Entgeltfortzahlung, Krankmeldung und Kündigung Wer krank wird, hat in der Regel sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung des Lohns. Wichtig sind die rechtzeitige Krankmeldung und die Frage, ob eine Kündigung wegen Krankheit zulässig ist.
- Kündigung des Arbeitsvertrags: Kündigungsschutz und die 3-Wochen-Frist Nicht jede Kündigung ist wirksam. Gilt das Kündigungsschutzgesetz, braucht der Arbeitgeber einen anerkannten Grund – und Sie haben nur drei Wochen Zeit, sich zu wehren.
- Mindestlohn: Anspruch, Unabdingbarkeit und Verfallklauseln Auf den gesetzlichen Mindestlohn haben Sie immer Anspruch – unabhängig davon, was im Vertrag steht. Ein Verzicht oder eine Verfallklausel kann den Mindestlohn nicht ausschließen.
- Probezeit: Kündigungsfrist, Dauer und Kündigungsschutz In der Probezeit kann beiden Seiten mit nur zwei Wochen Frist gekündigt werden. Wichtiger als die Probezeit selbst ist aber die sechsmonatige Wartezeit für den Kündigungsschutz.
- Überstunden: Wann "mit dem Gehalt abgegolten" unwirksam ist Die Klausel "Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" steht in vielen Arbeitsverträgen – ist aber häufig unwirksam. Dann müssen geleistete Überstunden vergütet werden.
- Urlaubsanspruch: Mindesturlaub, Übertragung und Abgeltung Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf bezahlten Mindesturlaub. Resturlaub verfällt nicht automatisch – und bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist er auszuzahlen.
- Nachvertragliches Wettbewerbsverbot: Karenzentschädigung und Wirksamkeit Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot bindet Sie nur, wenn es eine angemessene Karenzentschädigung vorsieht und die gesetzlichen Vorgaben einhält. Andernfalls ist es nichtig oder für Sie unverbindlich.