Deutsches Recht · BGB

§628 BGB Teilvergütung und Schadensersatz bei fristloser Kündigung

§ 628 BGB regelt die Vergütungsansprüche und Schadensersatzpflichten bei fristloser Kündigung eines Dienstverhältnisses nach § 626 oder § 627: Der Verpflichtete kann einen Teil der Vergütung für erbrachte Leistungen verlangen, es sei denn, er hat ohne Grund gekündigt oder sein Verhalten die Kündigung verursacht hat; bei Schadensersatz haftet die Partei, deren vertragswidriges Verhalten die Kündigung veranlasst hat.

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Gesetzestext

(1) Wird nach dem Beginn der Dienstleistung das Dienstverhältnis auf Grund des § 626 oder des § 627 gekündigt, so kann der Verpflichtete einen seinen bisherigen Leistungen entsprechenden Teil der Vergütung verlangen. Kündigt er, ohne durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teiles dazu veranlasst zu sein, oder veranlasst er durch sein vertragswidriges Verhalten die Kündigung des anderen Teiles, so steht ihm ein Anspruch auf die Vergütung insoweit nicht zu, als seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse haben. Ist die Vergütung für eine spätere Zeit im Voraus entrichtet, so hat der Verpflichtete sie nach Maßgabe des § 346 oder, wenn die Kündigung wegen eines Umstands erfolgt, den er nicht zu vertreten hat, nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung zurückzuerstatten. (2) Wird die Kündigung durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teiles veranlasst, so ist dieser zum Ersatz des durch die Aufhebung des Dienstverhältnisses entstehenden Schadens verpflichtet.

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